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Reisetipps für Sri Lankas Südküste

Reisetipps für die Südküste

Seit meiner Geburt habe ich Sri Lanka vier Mal bereist und insgesamt 16 Wochen dort verbracht. Und jedes Mal haut mich die wilde, wunderschöne und saftig grüne Natur wieder um. Die meiste Zeit habe ich an Sri Lankas Südküste verbracht. Kein Wunder, denn im Süden Sri Lankas finden sich nicht nur wunderschöne Strände und hervorragende Surfbedingungen. Dank zahlreicher Tempel, Nationalparks und diverser Ausflugsmöglichkeiten gibt es auch abseits vom Strand einiges zu entdecken. 

Da Sri Lanka in den letzten Jahren anscheinend mehr und mehr zum neuen Lieblingsreiseziel in meinem Freundes- und Bekanntenkreis avanciert und ich immer häufiger nach Tipps für Sri Lanka gefragt werde, dachte ich, es sei mal an der Zeit, mein geballtes Wissen für euch zusammenzufassen.

Regenwald Sri Lanka

Reisetipps für Sri Lankas Südküste

Die folgenden Sri Lanka Südküste Tipps findet ihr im Artikel. Mit einem Klick auf den Link gelangt ihr direkt zum jeweiligen Abschnitt:

Vor der Reise: Das Visum

Menschen vor einem Bus in Sri Lanka

Das Visum für Sri Lanka könnt ihr vor der Reise online hier beantragen. Das „Touristenvisum mit zweimaliger Einreise“ gilt für 30 Tage und kostet 35 US Dollar. Falls ihr vorhabt, länger als vier Wochen in Sri Lanka zu bleiben, müsst ihr euer Sri Lanka Visum verlängern. Da es in Sri Lanka das Visa on Arrival (VOA) gibt, könnt ihr euer Visum auch nach eurer Ankunft am Flughafen beantragen. Das VOA kostet 5 Dollar mehr, dafür müsst ihr euch aber auch im Voraus um nichts kümmern. Denkt daran, genügend Bargeld für das VOA mitzunehmen: Am Flughafen gibt es vor der Immigration keinen Bankautomaten. Bezahlen könnt ihr in Euro, US Dollar oder Sri Lankan Rupies.

Geld abheben in Sri Lanka

Geld könnt ihr an jedem ATM mit Visa Zeichen abheben. Um ohne Gebühren in Sri Lanka Geld abheben zu können, solltet ihr eine Kreditkarte dabeihaben. Kostenlose Kreditkarten werden von Comdirect und der DKB angeboten. Mit der Postbank Sparcard könnt ihr zehnmal im Jahr kostenlos im Ausland Geld abheben. Dies geht in Sri Lanka allerdings nur an Automaten mit dem Visa Plus Zeichen.

Hinweis: Vor allem in touristischeren Orten kann es vorkommen, dass ihr kein Geld abheben könnt, obwohl ihr sicher seid, dass genügend Geld auf dem Konto ist. Dies kann daran liegen, dass die Automaten leer sind. Versucht es dann mit einem kleineren Betrag oder an einem anderen Automaten.

Die beste Reisezeit für Sri Lankas Südküste

Tuktuk Fahrer Arugam Bay

Die übliche Reisezeit für Sri Lankas Süden ist von Dezember bis März. Zu dieser Zeit kommen die meisten ausländischen Touristen auf die Insel und es herrschen angenehme Temperaturen von sonnigen 30 – 35 Grad. Die beste Reisezeit ist meiner Meinung nach allerdings die Nebensaison von September bis November und im April, denn dann profitiert ihr von günstigen Preisen und leeren Lineups. Gegen Ende der Saison wird es jedoch zunehmend schwüler und die Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit der Affenhitze können einem etwas zu schaffen machen. Dafür habt ihr im April aber die Gelegenheit, von der Südküste an die Ostküste zu reisen und euren Sri Lanka Urlaub zu verlängern, indem ihr einfach beide Saisons mitnehmt.

Vom Flughafen an die Südküste

Vier Männer am Bahngleis in Sri Lanka

Um vom Flughafen in Colombo an die Südküste zu gelangen, stehen euch verschiedene Transportmittel zur Auswahl. Die bequemste, aber zugleich auch teuerste Möglichkeit ist ein Taxi. Dabei solltet ihr mit umgerechnet 80 Euro für die knapp dreistündige Fahrt rechnen. Wenn ihr Geld sparen wollt, könnt ihr auch mit dem Zug oder dem Bus anreisen. Dafür müsst ihr vom Bandaranaike International Airport zunächst einmal ca. eine Stunde mit dem Tuktuk (ca. 35 km, zwischen 1.500 und 2000 LKR) zum Bahnhof in Colombo, der Fort Railway Station fahren. Von dort aus könnt ihr den Zug nach Matara nehmen. In der Nähe des Bahnhofs befindet sich auch der Busbahnhof, der Colombo Central Bus Stand, wo ihr den Bus Richtung Süden nehmen könnt. Bitte seid euch im Klaren darüber, dass es gerade mit Surfboard und großem Rucksack im Gepäck recht nervenaufreibend sein kann, nach dem langen Flug in einen überfüllten Bus oder Zug einzusteigen. Andererseits ist es ein wunderbarer Sprung ins kalte Wasser des verrückten Backpacking in Sri Lanka.

Wohnen an Sri Lankas Südküste

Hängematten in einem Garten in Sri Lanka

Sri Lanka ist etwas teurer als andere Länder Südostasiens wie zum Beispiel Thailand. Dies zeigt sich unter anderem an den Preisen für die Unterkünfte: Für ein Doppelzimmer solltet ihr mit umgerechnet circa 10 – 25 € pro Tag rechnen, abhängig von euren Ansprüchen. In den vergangenen Jahren sind die Preise für die Unterkünfte erfahrungsgemäß pro Saison um 500 LKR (ca. 1,50 €) gestiegen. Wenn ihr günstige Unterkünfte sucht, werdet ihr meist auf Homestays stoßen, die von Familien betrieben werden. Luxus werdet ihr hier meist vergeblich suchen und laut kann es auch mal werden – dafür ist es meist eine sehr authentische Erfahrung und ihr werdet in den schönen Genuss der sri-lankischen Gastfreundschaft kommen. Nach oben hin sind dem Luxus keine Grenzen gesetzt, und mit einem entsprechenden Budget könnt ihr traumhafte Unterkünfte und Hotels beziehen.

Tipp: Wenn ihr auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft nicht erst alle Hostels einzeln abklappern wollte, empfehle ich euch, im Vorfeld über Portale wie Booking, Hostelworld oder Agoda zu buchen. Viele Homestays und Hostels sind bereits online vertreten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Zimmer im Internet immer ein wenig teurer sind, da die Besitzer noch eine Vermittlungsgebühr zahlen müssen. Es kann sich also durchaus lohnen, online zu checken, ob es im gewünschten Hostel noch freie Zimmer gibt, und die Unterkunft dann vor Ort zu buchen.

Das richtige Transportmittel

Busse in Sri Lanka

Mit dem Bus durch Sri Lankas Südküste

Das günstigste und authentischste Fortbewegungsmittel in Sri Lanka ist der Bus. Das Bussystem in Sri Lanka ist hervorragend ausgebaut, und man kommt damit nahezu überall hin. Es gibt zwei Arten von Bussen: Die roten Ceylon Transport Board (CTB) Busse und die blauben Privatbusse. Die Busse von CTB decken die meisten Strecken ab und sind meist etwas schneller als die Privatbusse, die an jeder Haltestelle anhalten, um Passiere ein- und aussteigen zu lassen. Eine Busfahrt in Sri Lanka ist ein Erlebnis: Die waghalsigen Überholmanöver und die laut aus den Lautsprechern dröhnende Bollywood-Musik muss man einfach erlebt haben. Und Busfahren ist günstig: Für eine 5-stündige Fahrt von Matara nach Ella zahlt ihr ca. 1,40 €. Bei längeren Strecken gibt es meist einen Toiletten- und Essens-Stopp.

Mit dem Zug Sri Lanka bereisen

Die beliebteste und schönste Art, Sri Lanka zu bereisen ist die mit dem Zug. Das Zugnetz ist jedoch nicht so gut ausgebaut wie das Busnetz: Die beiden großen Zuglinien umfassen einmal die Westküste von Colombo bis nach Matara (Endstation) sowie das Hochland rund um Kandy. Eine Zugfahrt durch das sri-lankische Hochland ist ein absolutes Muss: Die Füße aus einem fahrenden Zug baumeln lassen, während man den Teepflückerinnen bei der Arbeit zuschaut, zählt zu den unvergesslichen Erlebnissen in diesem traumhaften Land. Zugtickets solltet ihr einen oder zwei Tage vor der Weiterreise buchen, um noch einen Platz zu ergattern. Ihr habt die Wahl zwischen 1., 2. und 3. Klasse, wobei die erste Klasse schon relativ teuer ist (je nach Strecke um die 10 €) und das authentische Erlebnis eigentlich in der zweiten und dritten Klasse, Seite an Seite mit den Einheimischen stattfindet. An den Bahnhöfen reichen Verkäufer schonmal Wadis (frittierte Donuts), frische Früchte und andere Snacks durch die Fenster. Kleingeld bereithalten!

Tuktuk fahren in Sri Lanka

Für kleinere Strecken empfiehlt es sich, mit dem Tuktuk zu fahren. Man war eigentlich nicht in Sri Lanka, wenn man nicht mindestens einmal in einem der tuckernden, dreirädrigen Gefährte saß. Vor allem die jüngeren Fahrer legen großen Wert auf eine schicke Innenbeleuchtung und coole Bob Marley Bilder. Preislich könnt ihr euch an der Faustregel 50 LKR/ Kilometer orientieren. Ab und an kann es passieren, dass ein Fahrer am Ende versucht, einen wahnwitzigen Preis herauszuschlagen. Am besten ist es, den Preis vor der Fahrt auszuhandeln, da es keine Taxameter gibt. So erlebt ihr keine bösen Überraschungen.

Tipp: Geht am besten zu Tuktuk Ständen, an denen mehrere Fahrer warten und lasst euch nicht von einem einzelnen Tuktuk-Fahrer anquatschen. Und lasst euch nicht von eurem Fahrer überreden, noch kurz bei dieser Edelsteingeschäft oder jener Batikfabrik vorbeizuschauen.  Die Fahrer erhalten eine Provision dafür, dass sie Kunden heranschaffen, und wenn ihr dort nichts kauft, kann die Stimmung unangenehm werden.

Luxus: Taxifahren in Sri Lanka

Wenn es euer Budget zulasst, könnt ihr euch für längere Fahrten den bequemen Luxus eines klimatisierten Taxis gönnen, das euch vom Flughafen abholt und zu eurem Hostel fährt oder mit dem ihr eine Tagestour zu einem der Nationalparks macht. Taxis haben jedoch wie überall auf der Welt ihren Preis. So haben wir zu viert für ein Taxi vom Flughafen zu unserer Unterkunft in Matara rund 80 Euro gezahlt. Aber: Auch wenn ich normalerweise mit kleinem Budget reise, kann es nach dem langen Flug ganz angenehm sein, nicht noch weitere 3 Stunden in einem vollen Buss oder Zug bis an Sri Lankas Südküste reisen zu müssen.

Rollerfahren an Sri Lankas Südküste

Wenn ihr Roller fahren könnt, habt ihr auch die Möglichkeit, euch vor Ort einen Scooter zu mieten. Allerdings solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass in Sri Lanka Linksverkehr herrscht und der Verkehr hier um einiges chaotischer ist als in Deutschland. Vor allem vor plötzlich auftauchenden Bussen in waghalsigen Überholmanövern solltet ihr euch in Acht nehmen. Ein Roller kostet je nach Verhandlungsgeschick und Dauer 500 – 800 LKR pro Tag. Dabei gilt: Je länger ihr den Roller mietet, desto besser ist eure Verhandlungsbasis. Auf Nachfrage erhaltet ihr auch einen Roller mit Boardrack. Besteht außerdem auf einen Helm, der euch passt. Ansonsten endet ihr so wie ich und müsst euren Rollerhelm festhalten, sobald ihr schneller als Schritttempo fahrt.

Tipp: Wenn ihr in Sri Lanka selber fahrt, macht es wie die Locals und benutzt die Hupe! Ganz egal was ihr vorhabt, ob ihr gerade die Einfahrt eures Hotels verlasst, ein langsames Tuktuk überholen wollt oder links abbiegt: Bedient euch der Hupe und macht andere Verkehrsteilnehmer auf euch aufmerksam. Hupt lieber einmal zuviel als zu wenig. // Tipp 2: Eine Brille mit durchsichtigen Gläsern schützt euch auf nächtlichen Fahrten vor entgegenkommenden Mücken und Fliegen.

Essen und TrinkenSri Lankan Curry

Das Essen in Sri Lanka ist vor allem eines: Hot! Wer gerne scharf ist, wird sich hier wie im Paradies fühlen. Doch auch für empfindlichere Gaumen gibt es hier jede Menge Auswahl. Scheut euch nicht davor, mal etwas neues auszuprobieren, und besucht unbedingt auch einmal einen Markt. Meine Lieblingsrestaurants an Sri Lankas Südküste sind folgende:

Ausgehen in Mirissa

Wenn ihr mal schick ausgehen und anschließend vielleicht noch feiern wollt, ist Mirissa der richtige Spot. Im Wadiya oder im Zephyr könnt ihr euren frischen Fisch in einer Auslage auswählen und mit Pommes und Salat zubereiten lassen. Kosten ca. 10 Euro plus Drinks. Falls ihr danach noch Lust auf etwas Süßes habt, fahrt unbedingt ins No. 1 Dewmini Roti Shop. Dort gibt es allerhand süße Roti-Kreationen mit Früchten, Schokolade und Eis.

Fisch essen in Unawatuna

Göttliches Thunfisch Steak, Thunfisch Sashimi und Ceviche gibt es im Wijaya. Von dem schicken Restaurant hast du einen tollen Ausblick aufs Meer. Außerdem ist es die richtige Wahl, wenn du einmal romantisch essen gehen möchtest. Perfekt nach einem Tag in Galle. Kosten ca. 15 Euro plus Drinks.

Kaffee trinken in Madiha

Wenn es euch nach einigen Wochen mit Instant Kaffee mal nach einem richtig guten Kaffee dürstet, solltet ihr bei Mysa im Coffee Point vorbeischauen. Das wunderschöne Café ist eine nette Abwechslung zum eher simplen Leben in Sri Lanka. Hier gibt neben dem wohl besten Kaffee der Insel leckeres, selbstgemachtes Müsli, köstliche Pancakes und täglich frisch gebackenen Kuchen. Ab und zu gibt es hier kleine Veranstaltungen wie Konzerte oder Filmabende.

Streetfood in Polhena

Bei Polhenas Corner, einer unscheinbaren Hütte am Straßenrand am Ende der Polhena Road, gibt es leckere gebratene Nudeln und anderes, günstiges und einfaches Essen. Im nahegelegenen Beach Inns gibt es leckeren gebratenen Reis mit Seafood und eine nette Atmosphäre mit Meerblick. Sehr günstig! Nicht empfehlen kann ich das Carribeans: Die Bedienung braucht immer ewig und das Essen ist so lala. Aber vielleicht habt ihr da mehr Glück!

Indisch essen in Matara

Im Indian Spice an der Strandpromenade könnt ihr lecker indisch essen und von den wie in einem Hörsaal angeordneten Plätzen den Ausblick aufs Meer genießen. Nebenbei läuft meist Cricket auf einem großen Bildschirm. Hier gehen hauptsächlich Einheimische essen und es ist immer etwas los. Mein Lieblings-Inder in Sri Lanka!

Die schönsten Strände der Südküste

Strand in Sri Lanka

Sri Lankas Südküste ist reich an wunderschönen, palmenübersäten Sandstränden. Aufgrund der hiesigen Kultur ist es allerdings nicht überall möglich und empfehlenswert, sich im Bikini an den Strand zu legen. Im besten Fall werdet ihr nur mit neugierigen Blicken bedacht, es kann aber auch zu unangenehmen Situationen kommen. An folgenden schönen Stränden ist das Sonnenbaden problemlos möglich:

Touristenmagnet Mirissa

Mirissa wird nicht umsonst bereits am Ortseingang als „Tourist Center“ ausgewiesen. Hier könnt ihr euch sonnen, im Bikini am Strand herumspazieren und an den zahlreichen Bars Säfte und Snacks zu euch nehmen. Es lohnt sich außerdem, sich mal etwas vom touristischen Trubel wegzubewegen und einsame, kleine Buchten zu entdecken.

Traumstrände in Tangalle

In Tangalle befinden sich einige der schönsten Strände Sri Lankas. Marakollya ist wunderschön, aber sehr fancy. Die Unterkünfte und Restaurants sind recht teuer, und das Ganesh Garden gehört noch zu den günstigeren. Goyambokka ist eine sehr schöne und ruhige Bucht am westlichen Ortsende von Tangalle. Das Foto oben wurde dort aufgenommen.

Das versteckte Paradies: Blue Beach Paradise

Der  Blue Beach Paradise, eigentlich Hiriketiya, am östlichen Ende von Dikwella ist mein absoluter Lieblingsstrand. Die idyllische kleine Bucht mit dem glasklaren Wasser und dem saftigem Dschungelgrün wird nicht umsonst als Paradies bezeichnet. Leider wird es auch hier immer voller und in ein paar Jahren schon wird das kleine Paradies wohl nicht mehr ganz so paradiesisch sein.

Im Kommen: Medawatta bei Matara

Medawatta ist ein von Palmen umgebener schöner Sandstrand, an dem ihr euch in Ruhe sonnen und den Surfern zuschauen könnt. Genügend Bars und Restaurants gibt es an der Hauptstraße. Nach einem Tag am Black Sand Beach könnt ihr in Matara zu meinem Lieblings-Inder gehen. Achtung, am Strand gibt es Sandfliegen!

Das frühere Hippieparadies Unawatuna

Unawatuna war einst ein Paradies für Hippies und Aussteiger. Heute ist die sichelförmige Bucht vor allem überfüllt mit Menschen und Hotels, die nach dem Tsunami zu nah am Wasser wieder aufgebaut wurden. Dennoch ist der Strand nach wie vor sehr beliebt. Wenn ihr Lust auf eine gute touristische Infrastruktur habt, seid ihr hier bestens aufgehoben. Beliebt ist ein Ausflug zum schönen Jungle Beach: Diesen erreicht ihr entweder zu Fuß oder mit dem Tuktuk.

Surfhochburg Hikkaduwa

Hikkaduwa war früher ebenfalls ein Hippiestrand, ist aber heute vor allem bei Surfern und Nachtschwärmern beliebt. In der Hochsaison ist der Strand voller Bars und Clubs und man kann hier feiern bis zum Abwinken. Der Surfort ist vor allem perfekt, wenn ihr Party machen und Leute kennenlernen wollt.

Yoga, Meditation und Ayurveda

Sri Yoga Shala in Sri Lanka

Yoga an Sri Lankas Südküste

Da Yoga nicht wirklich zu Sri Lankas Kultur gehört, sind die meisten Yogastudios und -retreats sehr westlich geprägt, genauso wie ihre Preise. Ein Ort, den ich aber dennoch empfehlen kann, ist die wunderschöne Sri Yoga Shala bei Unawatuna. Hier finden reguläre Yogaklassen sowie regelmäßig Workshops in einer traumhaften Umgebung statt. Ein Surf- und Yogaretreat könnt ihr im Tallala Resort buchen. Viele Surfcamps bieten außerdem Yogakurse an, wie zum Beispiel das Infinity Surfcamp in Meddawatta.

Ayurveda im Süden Sri Lankas

Im Gegensatz zu Yoga gehört Ayurveda sehr wohl zu Sri Lankas Kultur, und ihr solltet das Land nicht verlassen, ohne eine traditionelle Shirodhara- Behandlung, den Öl- Stirnguss genossen zu haben. In Mirissa befinden sich mit dem Bagoda SPA und dem Secret Root Garden gleich zwei ayurvedische Zentren, in denen ihr verschiedene Behandlungen buchen könnt.

Meditationszentren in Sri Lanka

Wenn ihr genauso wie ich an sri-lankischem Buddhismus interessiert seid, solltet ihr ein buddhistisches Meditationszentrum besuchen. Im Januar habe ich an einem einwöchigen Schweige- und Meditationsretreat im Nilambe Meditationszentrum in der Nähe von Kandy teilgenommen. Im Dhamma Kuta Vipassana Center, welches sich ebenfalls bei Kandy befindet, habt ihr außerdem die Möglicheit, ein 10-tägiges Vipassana zu absolvieren.

Surfspots an Sri Lankas Südküste

Surfer in Sri Lanka
Sri Lanka wird bei Surfern auf der ganzen Welt immer beliebter. Kein Wunder, denn auf der Insel sind ein paar Wellen mit Weltklasse-Niveau beheimatet. Zwar gilt eigentlich Arugam Bay als das Surfer’s Paradise. Doch auch an der Südküste finden sich surfbare Wellen für Anfänger und Fortgeschrittene. In der Regel zahlt ihr 500 LKR, um ein Surfboard für 2 Stunden auszuleihen. Wenn ihr länger surfen wollt, könnt ihr einen Tagespreis aushandeln. Falls ihr mit eurem eigenen Brett unterwegs seid, könnt ihr dieses auf dem Dach eines Tuktuks festschnallen (eventuell eigene Gurte mitbringen) oder einen Roller mit Board-Rack mieten.

Anfänger Surfspots an Sri Lankas Südküste

Weligama (Beachbreak) ist wohl der bekannteste Anfängerspot. An dem langen, breiten Sandstrand finden sich zahlreiche Surfboardverleihe und Surfschulen. Hikkaduwa (Beachbreak) ist ebenfalls für Anfänger geeignet. Mein Geheimtipp zum Surfen ist jedoch der Blue Beach Paradise bei Dikwella. In der kleinen Bucht ist die Strömung so schwach, dass selbst Angsthasen wie ich Spaß sich ins Wasser trauen. Weiter draußen gibt es jedoch auch einen „richtigen“ Surfspot. Ein sehr guter Strand zum Surfen lernen befindet sich in Meddawatta (Beachbreak: Black Sands) bei Matara. Wenn ihr auf der Suche nach guten deutschen Surflehrern und einem wunderschönen Surfcamp seid, checkt unbedingt das Infinity Surfcamp aus.

Surfspots für Fortgeschrittene an Sri Lankas Südküste

Wenn ihr schön länger surft und mit Riff kein Problem habt, findet ihr in Midigama (Mehrere Reefbreaks: Rams, Lazy Left, Right, Plantatios), Kabalana (A-Frame), Ahangama (A-Frame, Riff), Madiha (Reefbreak, A-Frame, ), Polhena (Reefbreak) und Blue Beach (Reefbreak) ein paar nette Surfspots. In Hikkaduwa (Crowded, A-Frame) könnt ihr ebenfalls surfen.

Kultur & Sehenswertes im Süden

Elefanten im Uda Walawe Nationalpark

An der Südküste gibt es neben traumhaften Sandstränden auch einiges zu entdecken. Hier sind nur einige Tipps, wie ihr euch die Zeit zwischen der nächsten Surf- oder Yogasession vertreiben und einen kleinen Einblick in Sri Lankas Kultur erhalten könnt.

Das Hafenstädtchen Tangalle

Tangalle ist vor allem für seine traumhaften Strände bekannt. Doch der ortsansässige Markt und der Hafen bieten die perfekte Gelegenheit, einmal einen Blick ins typisch sri-lankische Leben zu werfen. Auch wenn in der kleinen Stadt selber nicht allzu viel los ist, gibt es ein holländisches Fort sowie alte Villen und Gebäude aus der Kolonialzeit zu entdecken.

Ein Naturschauspiel: Das Blow Hole Bei Dikwella

Etwas östlich von Dikwella befindet sich Hummanaya, auch Blow Hole genannt: Eine natürliche Meereshöhle, die bei hohem Seegang bis zu 8 m in die Höhe schießt. Der Besuch der natürlichen Schauspiels kostet 250 LKR. Es gibt außerdem ein kleines Besucherzentrum, ein Restaurant und kostenpflichtige Parkplätze (50 – 100 LKR).

Schöne Aussicht: Der Leuchtturm von Dondra

Zwischen Tangalle und Matara, am südlichsten Punkt des Landes, befindet sich das Dondra Lighthouse. Für 500 LKR kann man den schönen Leuchtturm besteigen und eine fantastische Aussicht auf das Meer und das palmenübersäte Land genießen.

Achtung: Momentan ist der Zugang auf den Turm scheinbar gesperrt. Aber der Leuchtturm bildet auch von außen ein tolles Fotomotiv.

Dikwella: Der größte sitzende Buddha Sri Lankas

In Dikwella solltet ihr einen Abstecher zum Wewurukannala Vihara Tempel machen. Mit 50 m befindet sich hier die größte, sitzende Buddhastatue des Landes. Die Statue ist begehbar, und oben angelangt könnt ihr eine tolle Aussicht genießen. Auf dem Weg hinauf gibt es zahlreiche bunte Zeichnungen zu bewundern. Neben der großen Statue solltet ihr die Hölle nicht verpassen; einen Gang, in dem die Todsünden sehr bildhaft dargestellt sind. Der Eintritt für den Tempel beträgt ca. 200 LKR.

Matara: Das typische Leben in Sri Lanka

Matara bietet sich ebenfalls perfekt an für einen Einblick ins sri-lankische day to day life. Die südlichste Stadt des Landes und die zugleich größte Stadt der Südküste hat einen Markt und viele einheimische Geschäfte wie Stoffläden oder Bekleidungsgeschäfte zu bieten. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr den Matara Paravi Duwa Tempel, einen über eine hübsche Brücke zugänglichen buddhistischen Tempel auf einer winzigen Insel. Ausklingen lassen könnt ihr den Tag an der Strandpromenade in meinem indischen Lieblingsrestaurant, dem Indian Spice.

Nationalparks in Sri Lankas Süden

Der wohl bekannteste Nationalpark Sri Lankas ist der Yala Nationalpark. Da jedoch immer wieder davon abgeraten wird, den überfüllten Park zu besuchen, war ich bisher nur im Bundala Nationalpark und im Udawalawe Nationalpark und habe es nicht bereut. Der Bundala Nationalpark soll vor allem Vogelfans erfreuen, doch ich habe neben vielen verschiedenen Vogelarten auch Elefanten, Affen, Wasserbüffel, Krokodile zu Gesicht bekommen. Auch im Udawalawe Nationalpark haben wir im letzten Jahr Elefanten, Affen, Büffel und Strausse gesichtet. Lasst euch am besten von eurer Unterkunft einen Fahrer organisieren und tut euch zu einer kleinen Gruppe zusammen. Mit Eintritt, Fahrer, Guide und Jeep haben wir im Januar zu viert 40 € pro Person gezahlt.

Auf den Spuren der Niederländer: Galle

Ein absolutes Muss ist die Stadt Galle an der Südwestküste. Die von einem alten holländischen Fort umrundete Altstadt kann wohl guten Gewissens als hübscheste Stadt Sri Lankas bezeichnet werden, und bietet eine nette Abwechslung zu den ansonsten recht staubigen und nicht allzu schönen Städten der Insel. In den hippen Boutiquen vergisst man beinahe, dass man sich auf einer Tropeninsel befindet – auch in Anbetracht der Preise. Auf der Mauer des Forts treffen sich Einheimische wie Touristen abends zum kollektiven Sonnenuntergang schauen. Danach bietet es sich an, den Abend im Wijaya ausklingen zu lassen.

Party und Surfen in Hikkaduwa

Hikkaduwa ist meiner Meinung nach nichts besonders und schon lange nicht mehr das Hippieparadies, das es einmal war. Wenn ihr jedoch alleine unterwegs seid, Leute kennenlernen wollt oder einfach nur Lust auf Party habt, dann seid ihr hier genau richtig. Außerdem könnt ihr hier Surfen lernen und das Strandleben genießen.

Die einzige Teeplantage an der Südküste

Wenn ihr es aus irgendwelchen, mir vollkommen unverständlichen Gründen nicht schaffen solltet, in die Berge zu fahren und eine Teeplantage zu besichtigen, habe ich gute Nachrichten für euch: In Koggala, ca. 50 Fahrminuten vom Galle Fort entfernt, liegt die Virgin White Tea Factory. Ihr werdet auf der ganzen Welt wohl keine Teeplantage finden, die näher am Meer liegt. In der gepflegten Anlage lernt ihr etwas über den teuersten Tee der Welt und könnt natürlich auch gleich ein wenig einkaufen.

Mann mit Fahrrad in Pottuvil

Hinweis:

Die Reisetipps für die Südküste in Sri Lanka habe ich nach bestem Gewissen und aus meinen eigenen Erfahrungen zusammengetragen. Die Orte, die ich empfehle, habe ich selber besucht und für gut befunden. Es gibt aber mit Sicherheit noch jede Menge andere gute Restaurants oder schöne Orte, die man gesehen haben muss. Meine Reisetipps sollen nur eine kleine Orientierungshilfe sein, um euch einen ersten Überblick zu verschaffen.

Fühlt euch frei, Sri Lanka auf eigene Faust zu erkunden, denn erst da beginnt das wirkliche Reisen. Und noch wichtiger: Respektiert das Land und seine Bewohner. Geht verantwortungsbewusst mit der Natur um und nehmt auch hier vielleicht mal öfter den Bus oder den Zug als den Roller. 

Habt ihr noch mehr Tipps für Sri Lankas Südküste oder habe ich etwas vergessen? Dann schreibt mir gerne einen Kommentar. Ihr möchtet keinen Artikel über Sri Lanka mehr verpassen? Dann tragt euch für den Newsletter ein und erhaltet eine kurze Benachrichtigung, sobald es Neues auf dem Blog gibt.