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Ubud – Yoga, Götter und Dämonen

Brücke im Sacred Monkey Forest

Ubud war definitiv mein Highlight in Bali. Noch jetzt packt mich die Sehnsucht, wenn ich an dieses bezaubernde Städtchen denke. Der Ort im südlichen Landesinnern gilt als kulturelle und spirituelle Hauptstadt der Insel und hat diesen Titel redlich verdient. Schon auf dem Weg dorthin säumen Läden mit kunstvollen balinesischen Steinskulpturen, Gemälden, Holzschnitzereien und -möbeln die Straße, dass einem vom Gucken ganz schwindelig wird.
Ubud selber vereint auf kleinstem Raum all das, was Bali (für mich) ausmacht: Prachtvolle Tempel, kunstvolle Skulpturen, leuchtend grüne Reisterrassen, Affen, zahlreiche Yogaschulen, Yogashops und SPAs sowie gutes und günstiges Essen.

Buddha in der Jalan Goutama

Tempel in Ubud

Steinskulptur Ubud

Den meisten wird Ubud vor allem aus dem Film „Eat Pray Love“ bekannt sein, in dem Julia Roberts gegen Ende durch malerische Reisfelder radelt, meditierend zur Ruhe findet und schließlich die Bekanntschaft mit Javier Bardem macht. Um es vorweg zu nehmen: Ganz so malerisch und ruhig ist die Stadt dann doch nicht. Spätestens seit dem Erscheinen des Films 2010 ist Ubud ein ganz schön belebter, kleiner Touristenort und die Vorstellung, hier eine Zuflucht vor dem touristischen Treiben in Südbali zu finden, ist illusorisch. Dennoch hat Ubud mich nachhaltig verzaubert. Einige der Gründe, weshalb Ubud dringend einen Besuch wert ist, verrate ich euch hier:

Yoga in Ubud – Meditieren zwischen Tempeln und Reisfeldern

Zugegeben, einer der Gründe für meinen Aufenthalt in Ubud waren die zahlreichen Yogastudios. Die Anmeldung zu einer Yogastunde im Ubud Yoga House war auch meine erste Amtshandlung nach unserer Ankunft in Ubud. Das Yogastudio in den Reisfeldern war mein Lieblingsyogaspot. Dort gibt es täglich drei Yogastunden (7:30-8:30, 9:00-10:00 und 18:00-19:00 für 100.000 IDR/ Class) mit der bezaubernden Sheila.
Sehr angetan war ich auch vom Yogabarn, das mit seinen fünf Yogaräumen, einem Restaurant, einem Yogashop, einem angrenzenden Guesthouse sowie täglich vielen verschiedenen Klassen für so gut wie jeden Stil und jedes Level zwar das genaue Gegenteil von unkommerziell ist. Wunderschön war es trotzdem, und manchmal ist es ja auch schön, die Wahl zu haben. Montags bis Freitags gibt es um 17 Uhr immer eine sogenannte Community Class, die gratis ist und entweder Yoga, Astrologie oder balinesische Traditionen beinhaltet. Ansonsten kostet eine Class à 90 Minuten 100.000 IDR.
In Ubud gibt es aber noch unzählige andere Yogastudios, die neben den üblichen Verdächtigen auch Flying Yoga oder Acroyoga anbieten. Hier findet sich für jeden Yogi das richtige!

Ubud Yoga House Schild

Ubud Yoga House

Yoga im Ubud Yoga House

The Sacred Monkey Forest – der heilige Affenwald

Der heilige Affenwald befindet sich unweit vom Zentrum Ubuds und ist zu Fuß oder mit dem Roller gut zu erreichen. Das kleine Waldstück wird von derzeit ca. 605 Javaneraffen (Langschwanzmakaken) bevölkert. Nirgendwo sonst in Bali kann man den Affen so nah kommen wie im Sacred Monkey Forest. Aber aufgepasst: Die kleinen Racker klauen nämlich mit Vorliebe Sonnenbrillen, Hüte und alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Vor allem Essbares geht bei diesen Tuchfühlungen gerne mal verloren. An verschiedenen Ständen kann man auch Bananen kaufen, um die Äffchen anzulocken und Fotos mit ihnen zu schießen. Das ist aber meistens gar nicht nötig: Ich musste nur neben dem Bananenstand stehen und schon sprang mir einer der Affen auf den Kopf, in Erwartung einer kleinen Leckerei, die es dann leider nicht gab. Zum Glück war es nur ein kleiner Affe! Aber Affentempel hin oder her: Was macht den Affenwald nun zum heiligen Affenwald? Ganz einfach: Der Wald beherbergt neben den ganzen kleinen Makaken auch einige hinduistische Tempel sowie eine heilige Quelle, bei deren Anblick man sich stark an Indiana Jones oder Tomb Raider erinnert fühlt.

Babyaffe

Affen die sich entlausen

Frau mit Affe

Brücke im Sacred Monkey Forest

Lianen

Kleiner Affe

Rice, Rice, Baby – Ubuds grüne Seite

Was wäre ein Besuch in Ubud, wenn man es nicht in die schönen Reisfelder hinausschafft, für die die Stadt so bekannt ist? Das Schöne ist, dass man eigentlich nichts planen muss: Nur ein paar Minuten Marsch reichen schon aus, um sich inmitten von Reisfeldern wiederzufinden und den Reisbauern bei der Arbeit zuzuschauen. Läuft man zum Beispiel am Ubud Yoga House weiter, kann man einen frischen Saft im Sari Organic genießen, sich die Organic Farm des Restaurants anschauen und die Aussicht auf die Reisfelder genießen. Der beliebteste Spaziergang durch die Reisfelder ist wohl der Campuhan Rigde Walk, der ca. zwei Stunden dauert und den wir aufgrund des schlechten Wetters leider auf’s nächste Mal verschieben mussten. Um die Mittagshitze zu vermeiden, wird ein früher Aufbruch empfohlen.

Haus mit Reisfeldern in Ubud

Reisbauer in Ubud

Reis

Gut zu wissen:

  • Wohnen in Ubud:

Wir haben in der wunderbaren Jalan Goutama (quasi die Siddharta Gautama Straße) im Darta Homestay gewohnt. Dort und im Goutama Homestay kann man für 150.000-200.000/ Nacht ein nettes Doppelzimmer mit Frühstück bewohnen. Die Straße liegt schön zentral, um von dort aus zu Yogastunden, Shoppingexzessen oder Wanderungen aufzubrechen.

  • Essen in Ubud:

Wir waren meistens in unserer Straße im gegenüberliegenden Warung Lokal, das recht unspektakulär aussieht, aber ein köstliches Tofu Curry serviert. Hundert Meter rechts davon befindet sich das Dewa Warung, das geradezu absurd günstiges Essen serviert und (im Gegensatz zu so ziemlich jedem anderen Lokal Indonesiens) auf den Einsatz von Geschmacksverstärkern verzichtet. Unbedingt den Fresh Mint Lemon Juice probieren! Im Sari Organic Restaurant gibt es nicht ganz billiges, dafür aber organisches, selbst angebautes Essen.

Aber in Ubud gibt es noch so viel mehr zu entdecken: So kann man zum Beispiel organisierte Fahrradtouren durch die Reisfelder machen, was auf meiner To Do- Liste für meine nächste Ubud Reise steht. Dann kann man noch raften gehen, und in den unzähligen SPAs kann man sich für rund 50.000 IDR eine 45- minütige Rücken/ Schulter/ Nackenmassage und vieles andere gönnen. Habt ihr noch Tipps, was man in Ubud unbedingt gesehen oder erlebt haben muss?

2 Kommentare

  1. Hallo-
    mir fehlt ein Bericht über Gili Trawangan die kleine Insel neben Lombok und die
    Panaeolus cyanescens ,bekannter als Magic Mushrooms.
    Dort soll es so sein wie in Kuta Beach Ende der 70iger.
    Ihr habt doch sicher nicht nur gesurft und Yoga gemacht.
    Friedhelm

    Antworten

  2. Pingback: Die besten Yogastudios in Ubud

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