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Beamtentum auf Singhalesisch: Visa Verlängerung in Sri Lanka

Visa Verlängerung in Sri Lanka

Vier Wochen sind wie im Flug vergangen, und da wir noch lange nicht fertig sind mit Sri Lanka, müssen wir unser Visum in Colombo verlängern. Für die Visa Verlängerung in Sri Lanka muss man allerdings früh aufstehen: Das Department of Immigration & Emigration öffnet gegen 8:30 Uhr und Anträge werden nur bis 14 Uhr bearbeitet. Außerdem kann es recht voll werden, da hier sowohl Visaangelegenheiten von Touristen als auch von Einheimischen bearbeitet werden. Um früh genug vor Ort zu sein empfiehlt es sich, eine Nacht in  Colombo zu verbringen.
Wir entscheiden uns für eine Unterkunft in Mount Lavinia, einem Stadtteil im Süden von Colombo und dem einzigen Ort, an dem man im Meer baden kann. Obwohl sich dieser Stadtteil etwas weiter außerhalb des Zentrums befindet, zahlen wir 2.800 LKR (ca. 20 Euro) für ein muffiges Doppelzimmer. Die Besitzerin lässt auch nicht mit sich verhandeln und verlangt das Geld sogar sofort; inklusive Deposit für den Zimmerschlüssel, der angeblich öfters mal durch schusselige Touristen abhanden kommt. Da es schon recht spät ist und wir ohnehin nur eine kurze Nacht dort verbringen, macht es keinen Sinn sich darüber zu ärgern.

Früh aufstehen für die Visa Verlängerung in Sri Lanka

Am nächsten Morgen geht es mit dem Tuktuk zum Department of Immigration and Emigration. Obwohl wir mit dem Tuktuk-Fahrer, ganz wie wir es aus dem Reiseführer gelernt haben, vorher einen Preis aushandeln, fährt er nach fünf Minuten auf einen Parkplatz und fordert uns auf, in das Tuktuk seines Bruders umzusteigen. Er teilt uns mit, dass wir nun 100 LKR mehr zahlen müssen, weil die Straßen schon so voll sind und wir eine Abkürzung nehmen müssen. Die Frage, wieso wir für eine kürzere Strecke mehr Geld zahlen sollen, sparen wir uns. Normalerweise würden wir aussteigen und uns ein anderes Tuktuk heranwinken, aber da wir rechtzeitig zur Visa Verlängerung im Department of Immigration & Emigration sein wollen, geht es weiter mit Tuktuk Nummer 2. Die Straßen sind tatsächlich schon sehr voll und ich muss sagen, dass es Schöneres gibt, als im stickigen Colombo in einem Tuktuk zu sitzen.

Wobei, als wir das schwüle Department of Immigration & Emigration betreten, wünsche ich mir fast das Tuktuk zurück. Es ist erst kurz nach 9 und bereits ziemlich voll: Überall sitzen und stehen Einheimische und Touristen und füllen ihre Anträge aus oder warten darauf, aufgerufen zu werden. Wir füllen unsere Visa-Formulare aus und bekommen eine Wartenummer zugewiesen, mit der wir vor einem kleinen Büro darauf warten, hereingerufen zu werden. Wir haben noch keinen Flug nach Indonesien gebucht und überlegen fieberhaft, was wir dem Herrn hinter dem Schreibtisch für eine Geschichte auftischen werden, doch das hätten wir uns sparen können: Der Mann sitzt telefonierend hinter seinem Schreibtisch, nimmt gelangweilt unsere Anträge inklusive Reisepass unbeeindruckt entgegen und setzt einen Haken unter die Anträge. Was wir in Sri Lanka wollen und wie lange wir noch bleiben, interessiert ihn nicht im Geringsten.

Jetzt heißt es wieder Warten, bis unsere Wartenummer auf dem Display erscheint. Dann dürfen wir unsere Anträge nämlich abholen, damit zum Kassenschalter gehen und die Visa Verlängerung für Sri Lanka bezahlen. Der Schalter ist zwischendurch jedoch immer mal wieder unbesetzt, da die Beamten trotz überfülltem Warteraum natürlich besseres zutun haben als ihre Arbeit zu verrichten und generell einfach eine beeindruckende Langsamkeit an den Tag legen. Schließlich erscheint unsere Nummer auf dem Display; wir holen unsere Anträge und Pässe ab und trotten damit zum Kassenschalter, wo sie ihre finale Bearbeitung erhalten sollen. Anscheinend kann aber nur mein Pass weiter bearbeitet werden; Julius Pass muss wieder zurück zum ersten Schalter, weil dort anscheinend irgendjemand geschlafen und etwas falsch eingetragen hat. Ich erhalte meinen Pass schließlich 2,5 Stunden, nachdem wir das Department of Immigration & Emigration betreten haben; Julius‘ Pass lässt noch ca. 45 Minuten länger auf sich warten, obwohl wir beide Pässe zusammen abgegeben haben. Singhalesisches Beamtentum eben.

Gut zu wissen:

Für die Visa Verlängerung in Sri Lanka sollte man auf jeden Fall etwas Geduld und ein gutes Buch mitnehmen. Essen und Trinken kann man im Gebäude kaufen. Die Visa Verlängerung für Sri Lanka kostet umgerechnet ca. 25 Euro und wird um 2 Monate verlängert, so dass man insgesamt 3 Monate in Sri Lanka bleiben kann. Anscheinend muss jede Person für die Visa Verlängerung in Sri Lanka persönlich anwesend sein; man kann also nicht für seine Freunde das Visum gleich mitverlängern. Für die Visa Verlängerung wird ein Passfoto benötigt, das kann man aber notfalls auch vor Ort für wenig Geld machen lassen. Eine ausführliche und sehr gute Beschreibung über die Visa Verlängerung in Sri Lanka gibt es übrigens hier.